Presseinformation: Winter-Check: Brennpunkt „Bremssättel“
3rd November 2011
Der Winter kommt mit großen Schritten und viele Fachwerkstätten bieten ihren Kunden „Winter-Check-Aktionen“ an, zum Beispiel im Rahmen des herbstlichen Räderwechsels von Sommer- auf Winterreifen. Der Bremsenspezialist QH empfiehlt hierbei eine intensive Sichtkontrolle der kompletten Bremsanlage, um den Verschleiß von Bremsscheiben und -belägen zu prüfen. Insbesondere sollten zudem die Staubschutzmanschetten an Lenkung, Achsaufhängungsteilen Stoßdämpfern und Bremssätteln kontrolliert werden, da diese im Winter die genannten Bauteile sicher gegen Salzwasser schützen müssen. Außerdem sollte der Zustand der Autobatterie überprüft werden. Trotz des Winter-Checks können einige der genannten Teile jedoch aufgrund der widrigen Fahrbahn- und Umweltbedingungen in der dunklen Jahreszeit ausfallen. Besonders betroffen sind unter anderem Bremssättel.
Bei Bremssätteln unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Bauformen, dem Festsattel (Bild1) und dem Schwimmsattel (Bild2). Der Festsattel ist zwar weniger winteranfällig, allerdings aufgrund seiner technischen Gegebenheiten auch seltener in modernen Fahrzeugen verbaut: Er hat ein höheres Eigengewicht und das Handbremssystem lässt sich schwer integrieren. Der Schwimmsattel kommt daher immer häufiger zum Einsatz, vor allem auf der Hinterachse, wo er mit dem Handbremssystem kombiniert wird. Er wird „schwimmend“ auf den Gleitbolzen gelagert, die von kleinen Staubschutzmanschetten aus Gummi geschützt werden. Diese werden bei intensiver Beaufschlagung durch Salzwasser porös und undicht. Ein verrosteter Gleitbolzen hat einen „hängenden“ Bremssattel zur Folge, wodurch ein einseitiger Verschleiß von Bremsbelag und -scheibe entstehen kann. Durch die Kombination des Schwimmsattels mit dem Handbremssystem auf der Hinterachse erhöht sich das Ausfallrisiko im Winter erheblich. Hier trifft Feinmechanik auf Hydraulik. Wegen einer ungünstigen Achsposition oder verschlissenen Gummidichtungen dringt oftmals Salzwasser in die Feinmechanik des Handbremssystems des Bremssattels ein und beschädigt diese durch Korrosion. Die Folge ist eine eingeschränkte Handbremsfunktion bis hin zum Totalausfall.
Die Lösung von QH
Um den Kundenservice in Fachwerkstätten zu unterstützen, bietet QH zum Beispiel für den Opel Astra G und den Zafira A ein Bremssattel-Umrüstkit (Bild 3 z.B. QBSK34) an. Dieser ermöglicht einen Wechsel vom anfälligen Serien-Bremssattelsystem hin zu einem nachweislich langlebigeren System von QH. Im Kit enthalten sind zwei Bremssättel mit vormontierten Bremsbelägen sowie den neuen Bremssattelhalterungen. Aufgrund des geänderten Bremssattels muss das Handbremsseil gewechselt werden. Auch diese Komponente kann über QH bezogen werden, denn beim Bremsenspezialisten gilt die Devise: Alles aus einer Hand – in OE-Qualität! Die bestehenden Serien-Bremsscheiben können, je nach Verschleißzustand, übernommen werden. Vor allem Fahrzeuge aus dem Segment III sind wegen ihres Alters zwischen acht und zwölf Jahren besonders gefährdet.
Neben der Möglichkeit zur Umrüstung können Serien-Bremssättel auch durch technisch optimierte Austauschbremssättel ersetzt werden, die den Serien-Bremssätteln prinzipiell 1:1 entsprechen. Jedoch verbaut QH hier einen zusätzlichen Dichtring, der die Feinmechanik vor eintretendem Salzwasser zusätzlich schützt und somit zur Fahrzeugsicherheit beiträgt. Die Lösungen aus dem Hause Klarius QH sind somit nicht nur eine zusätzliche Geschäftsoption für serviceorientierte Fachwerkstätten, sondern stellen vor allem auch einen echten Mehrwert für die Werkstattkunden dar.
QH Werkstatt-Tipp
Vereinbaren Sie direkt beim Räderwechseln im Herbst einen Folgetermin mit Ihrem Kunden im Januar. Bei einer Zwischenkontrolle in der „ruhigen“ Jahreszeit können Sie frühzeitig Folgeschäden erkennen, Ihren Kunden darauf hinweisen und ggf. Zusatzgeschäfte generieren.
Thematik: EPB im Winter
Oft ist die erste kalte Nacht des nahenden Winters das Todesurteil für schwache Autobatterien. Dies kann für Fahrzeuge mit elektronischer Parkbremse (EPB), die über kein Notentriegelungssystem verfügen, zum Problem werden. Bei Stromausfall läßt sich die EPB nicht mehr öffnen. Auch nach dem Fremdstarten oder Batterieaustausch kann sie oftmals erst in der Werkstatt mit dem nötigen Diagnosegerät freigeschaltet werden. Die EPB ist ein elektromechanisches Bauteil (Bild4), das aus einem Schwimmsattel und einem elektrischen Stellmotor besteht. Handbremsseile und ein manuell zu betätigender Handbremshebel sind hierbei nicht notwendig.
Auch hier gilt: wer seine Werkstattkunden gut gerüstet durch die kalten Jahrestage bringen möchte, sollte beim Winter-Check die Batterie nicht vergessen!
Generelle Information
- QH steht im ständigen Dialog mit seinen Kunden, um gegebenenfalls auch Original-Ersatzteiltechnik zu verbessern.
- QH legt seinen Austausch-Schwimmsätteln immer neue Führungsbolzen und Führungsbolzenfett bei.
Entscheiden Sie sich für die sichere Variante, entscheiden Sie sich für QH.


